Nachhaltige Lebensstile durch Gemeingüterökonomie

 

Read in English: Sustainable Lifestyles and Commons

 

Allmendebasierte Wirtschaftsformen in Ökodörfern

Veranstaltungsreihe 2013 | Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen GEN Europe und e5

Sowohl aus ökologischen, sozialpolitischen und wirtschaftlichen Gründen müssen die westlichen Industriegesellschaften nachhaltige Lebensstile etablieren. Ökodörfer und ökologisch orientierte Lebensgemeinschaften kultivieren solche Lebensstile. Sie entwickeln Lebensräume und Wirtschaftsweisen, die von Teilhabe, Ökologie und lokalem Wirtschaften geprägt sind. Durch neue Formen des sozialen Miteinanders, aber auch durch technische Innovationen etablieren sie umwelt- und ressourcenschonende Wohn-, Lebens- und Arbeitsformen. So tragen sie dazu bei, ökologische, soziale und kulturelle Gemeingüter zu pflegen. Gerade bei den sichtbaren und unsichtbaren wirtschaftlichen Prozessen – die man als vielfältige Formen einer Gemeingüter-Wirtschaft verstehen kann – sind interessante Innovationen entstanden.

Jedoch sind in weiten Teilen der Gesellschaft Ökodörfer bisher nicht als Lernorte für nachhaltige Entwicklung und als wegweisende Experimentierfelder für alternatives Wirtschaften erkannt worden. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts von GEN Europe und dem Wirtschaftsverband European Business Council for Sustainable Energy (e5) soll die Gemeingüterökonomie von Ökodörfern sowohl in städtischen Milieus als auch in der umweltpolitischen Fachöffentlichkeit bekannter gemacht als auch erforscht werden. Leitfrage ist dabei, wie soziale und technische Entwicklungen aus Ökodörfern eine Veränderung der städtischen Lebens- und Wirtschaftsweisen unterstützen können. Was von ihren wirtschaftlichen Prozessen kann in den Mainstream übertragen werden? Wo kann eine moderne Industriegesellschaft von Lösungen lernen, die mehr als nur Nischen bedienen?

Das Projekt sieht vier Experten-Roundtables in verschiedenen Teilen Deutschlands sowie eine Abschlusskonferenz an der Universität Köln am 17./18 Oktober 2013 vor. Dort sollen sich VertreterInnen aus Ökodörfern, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung sowie städtische AktivistInnen anderer Gemeingüteransätze über das wirtschaftliche Innovationspotential von Ökodörfern u.ä. verständigen und Chancen, Herausforderungen und Handlungsbedarf identifizieren. „Wirtschaft“ wird dabei ganzheitlich verstanden und umschließt die wirtschaftlichen Prozesse und Effekte im Sozialleben von Ökodörfern (z.B. das Teilen von Räumen oder gemeinschaftliche Sozialleistungen bei der Kinderbetreuung), ihr kulturelles Leben (z.B. Bildungswesen), genauso wie ökologische und technische Innovationen. Innerhalb der Roundtables werden Best-Practice-Beispiele aus Ökodörfer vorgestellt und daraufhin untersucht, ob und wie diese auf (groß-)städtische Gegebenheiten angepasst werden können.

Durch die Veranstaltungsreihe soll auch eine Verständigung zwischen ökologischen Lifestyle-Avantgarden, nachhaltig orientierten UnternehmerInnen des Mainstream und CommonsaktivistInnen, die eher Bedürfnisse urbaner Milieus adressieren, gefördert werden. Die einzelnen Roundtables werden unterschiedliche thematische Schwerpunkte setzen. Im Laufe der Veranstaltungsreihe wird ein interdisziplinären Thesenpapier weiterentwickelt, das wichtige Hinweise zu den Inhalten einer abschließenden Studie geben soll.

Diese Studie wird folgende Fragen ausloten: Können Ökodörfer wirklich Ansatzpunkte für ein ökologisch sanftes Leben von breiten Teilen der Bevölkerung in modernen Industriegesellschaften liefern und wenn ja, wo? Welche Mechanismen können bei der Verbreitung von sozialen, technologischen und ökonomischen Innovationen, die in Ökodörfern entwickelt wurden, helfen? Wie kann ein gemeingüter-sensitives Wirtschaften aussehen?

Eine ausführliche Beschreibung des Programms und seiner Hintergründe finden Sie hier.

Aktivitäten von e5

Ab dem 1. März 2013 startet e5 in Kooperation mit GEN (Global Ecovillage Network) die Veranstaltungsreihe: „Nachhaltige Lebensstile durch Gemeingüterökonomie“ (mehr Informationen siehe hier). Das Projekt sieht vier Experten-Roundtables in verschiedenen Teilen Deutschlands sowie eine Abschlusskonferenz an der Universität Köln am 17./18 Oktober 2013 vor. Dort sollen sich VertreterInnen aus Ökodörfern, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung sowie städtische AktivistInnen anderer Gemeingüteransätze über das wirtschaftliche Innovationspotential von Ökodörfern u.ä. verständigen und Chancen, Herausforderungen und Handlungsbedarf identifizieren. „Wirtschaft“ wird dabei ganzheitlich verstanden und umschließt die wirtschaftlichen Prozesse und Effekte im Sozialleben von Ökodörfern (z.B. das Teilen von Räumen oder gemeinschaftliche Sozialleistungen bei der Kinderbetreuung), ihr kulturelles Leben (z.B. Bildungswesen), genauso wie ökologische und technische Innovationen. Innerhalb der Roundtables werden Best-Practice-Beispiele aus Ökodörfer vorgestellt und daraufhin untersucht, ob und wie diese auf (groß-)städtische Gegebenheiten angepasst werden können.

Durch die Veranstaltungsreihe soll auch eine Verständigung zwischen ökologischen Lifestyle-Avantgarden, nachhaltig orientierten UnternehmerInnen des Mainstream und CommonsaktivistInnen, die eher Bedürfnisse urbaner Milieus adressieren, gefördert werden.

Eine abschließende Studie wird folgende Fragen ausloten: Können Ökodörfer wirklich Ansatzpunkte für ein ökologisch sanftes Leben von breiten Teilen der Bevölkerung in modernen Industriegesellschaften liefern und wenn ja, wo? Welche Mechanismen können bei der Verbreitung von sozialen, technologischen und ökonomischen Innovationen, die in Ökodörfern entwickelt wurden, helfen?

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) gefördert. Für einzelne Veranstaltungen werden Kooperationspartner zur Durchführung gesucht, die jedoch nicht Gegenstand dieser Förderung sind.

Aktivitäten/Nächste Veranstaltungen

    • 21. Mai 2013 – Experten-Roundtable: Commons in Intentional Communities – Side event der “Economics of the Commons Conference” (ECC) 2013 in Berlin. Mehr Informationen hier.
    • 26. Juli 2013 – Experten-Roundtable von 13 bis 18 Uhr anläßlich des „Gemeinschaften-Festivals“ in Butzbach (Taunus). Mehr Informationen hier.
    • 13. September 2013 – Workshop im Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (ZEGG) in Bad Belzig. Mehr Informationen hier.
    • 30. September 2013 – Interdisziplinärer Salon in Köln: Soziale Innovation Gemeingüter-Ökonomie. Mehr Informationen hier.
    • 17./18. Oktober 2013 – Cologne Commons: Allmenden in Wissenschaft, Kultur und Alltag. Fachkonferenz und Musikfestival in Köln. Mehr Informationen finden Sie hier.
      Zur offiziellen Homepage der Cologne Commons 2013.
    • 30. Oktober 2013 – Werkstattgespräch im Ökodorf Sieben Linden bei Poppau. Mehr Informationen hier.

 

Materialien

  • Projektbeschreibung: „Ökodörfer als Innovationsträger für eine nachhaltige Wirtschaft“. Siehe hier.
  • Gedankliche Einführung: „Digital Commons und Commons in Intentionalen Gemeinschaften“. Siehe hier.
  • Gedankliche Einführung: „Ökodörfer als Innovationszentren für eine zukunftsfähige Industriegesellschaft?“. Siehe hier.
  • Abschließende Studie über Ökodörfer: „Ökologische Lebensstil-Avantgarden. Eine kurze Analyse sozialökologischer Gemeinschaften und ihres Innovationspotenzials“. Siehe hier.
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Ansprechpartner für das Projekt:

European Business Council for Sustainable Energy (e5)
Katalin Kuse
Projekt Managerin
Tel:+49 178 6935137
E-Mail: katalin.kuse@e5.org

 

Förderung durch das Bundesumweltministerium